Topic outline

  • General

  • Thema 1. Erwerb der ersten Sprache

  • Thema 2. Zweitspracherwerb

  • Thema 3. Sprachlernen und dessen Erforschung

    Dieser dritte Block ist am umfangreichsten. Wir sollten das bei der Taktung der Online-Diskussionstermine berücksichtigen.

  • Hinweise zur Erstellung des Portfolios

    Als Studienleistung (allerdings ohne Note und ohne dass sie also in die Modulnote einfließt) ist vorgesehen, dass Sie für diesen Kurs ein Portfolio anlegen und abgeben. Ich stelle mir hierunter ein Dokument vor, dass zu jedem der gelesenen Texte zwei oder drei kurze Gedanken listet - als eine Art Lerntagebuch. Dies sollte nicht so sehr eine Zusammenfassung der Texte sein, sondern als Destillat Kernideen zu den jeweiligen Einzeltexten schildern, die im Leseprozess entstanden. Es geht darum, die eigenen Ideen beim Lesen zu dokumentieren und so zu kondensieren, dass der eigene Erfahrungszuwachs mit jedem einzelnen Text in Erinnerung bleibt. 

    Neben diesem Destillat (1) würde ich in einem solchen Portfolio gern folgende Bestandteile sehen, die man parallel entwickeln kann.

    (2) Reflexion eigener Erfahrungen mit dem Sprachlernen bzw. Sprachlehren (sofern letzteres gegeben ist; trifft natürlich nicht unbedingt auf alle von uns zu). Diese Reflexion sollte kein reiner Besinnungsaufsatz werden. Introspektion ist sicher geeignet, Erfahrung mitteilbar zu machen. Das ist auch gut so, sollte dann aber nach Möglichkeit eben an konkrete Inhalte der im Kurs gelesenen Literatur anknüpfen. (Das muss natürlich nicht umfassend sein, also nicht zu jedem Text ein anekdotisches Erlebnis - das wäre sicher eher etwas zu mechanisch und für die, die es lesen dann auch irgendwann eher langweilig. Eher zwei, drei konkrete eigene Erfahrungen, die man dann mit Textstellen aus unterschiedlichen gelesenen Beiträge in sinnvolle Verbindung bringt - idealerweise so, dass deutlich wird, wie sich eine bestimmte Lehr-/Lernerfahrung nun durch das Lesen der gewählten Texthinweise besser deuten lässt.)

    (3) Einen Vorschlag zu einer Forschungsfrage. Diese sollte begleitet werden von einigen kurzen Absätzen, die auf die folgenden Gesichtspunkte eingehen:

    - Motivation, mit anderen Worten die Antwort auf die Frage "Warum ist das Thema/die konkrete Forschungsfrage relevant und zeitgemäß?"

    - Operationalisierung:  Wie formt man die Frage zu einer wissenschaftlich untersuchbaren Frage, und behandelt diese dann in systematischer Weise?

    - Methoden der Untersuchung.

    (4) Kritische Auseinandersetzung mit der gelesenen Literatur insgesamt. Diese kann auf den kurzen Absätzen des oben skizzierten Lerntagebuchs basieren. Auf der Grundlage der kurzen Textbausteine zu jedem Einzeltext, kann man sich dann mal fragen: An welchen Stellen gibt es Anlass zur Kritik? Wo gibt es vielleicht Hinweise (auch aus anderer Literatur, in die man eventuell nur kursorisch hineinschaut), die auf Schwachstellen in den Einzeltexten hinweist - und vielleicht sogar bessere (Erklärungs-)Vorschläge für manche Phänomene liefert)?

    • Zusatzthema: Ein Mini

      Ehrlich gesagt habe ich diesen Minizusatz hier nur deswegen eingebaut, weil ich eine kurze Videoaufnahme gemacht habe, in der ich Mehrsrpachigkeit und Sprachrelativismus in Beziehung zueinander setze. Das gilt eigentlich einem anderen Kurs, aber da ja die Frage von Mehrsprachigkeit immer Hand in Hand geht mit Fragen hinsichtlich des Spracherwerbs, dachte ich - kann nix schaden es auch hier zu teilen. Vielleicht finden eine Möglichkeit, dies auch kurz zu diskutieren. Persönlich bin ich der Überzeugung, dass man als Sprachlehrende und als Sprachlernende seine eigene Haltung zur zentralen Frage des Sprachrelativismus gut durchdenken sollte und sich zu einer Position trauen müsste. Vielleicht hilft das Video ja in einem ersten Schritt, hierfür erstmal das notwendige Problembewusstsein zu schaffen. Die zentrale Frage des linguistic relativism lautet (auf eine knappe Formel reduziert): "Prägt unsere Muttersprache unser Denken?"