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Trotz immer eindeutigeren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen sind in der jüngeren Vergangenheit – unter Verweis auf sogenannte ‚multiple Krisen‘ –sowohl national als auch international Bemühungen um eine Vermeidung des Klimawandels in den Hintergrund getreten. Ganz im Gegenteil haben sich in vielen Ländern populistische Positionen durchgesetzt, die internationale Vereinbarungen zur Begrenzung des Klimawandels untergraben und verhindern wollen. Unter vielen Narrativen mit denen ernsthafte Klimapolitik verhindert oder verzögert werden soll, sind auch immer wieder soziale Aspekte zu finden, wo z.B. auf eine ungleiche Lastenverteilung von Klimafolgen – zum Nachteil Ärmerer – verwiesen wird. Andere Narrative verweisen im Gegenteil darauf, dass es gerade eine kleine Gruppen von Menschen – sogenannte „Superreiche“ gibt –, die einen weit überproportionalen Anteil an den Ursachen des Klimawandels haben (vgl. etwa Greenpeace 2025), aber zugleich nicht in angemessener Weise an den Vermeidungskosten beteiligt werden. Ziel des Forschungsseminars soll es sein, sich mit verschiedenen Perspektiven von Armut und Reichtum auseinander zu setzen, um Erkenntnisse zu sozialen Aspekten von Klimawandel und Mobilität zu vertiefen und zugleich Handlungsoptionen zur zukünftigen Gestaltung eines globalen Klimaregimes nicht aus den Augen zu verlieren.
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- Trainer/in: Marcella Creutzner
- Trainer/in: Martin Lanzendorf