In seinem Vortrag ‘Hoffmann’s Medium’ sprach Leif Weatherby unter Rückbezug auf Friedrich Kittler (und seiner These, dass die Schrift bzw. schriftliche Aufzeichnung um 1800 als das einzige Medium für die Speicherung, Reproduktion und Visualisierung von Daten gelten muss) von der ‘Reflexivität’ romantischer Kunst, für die Hoffmanns Erzählkunst ein Paradebeispiel sei. Was heißt Reflexivität in diesem Sinne und was hat diese romantische Reflexivität mit einer Vorstellung von Literatur/Poesie als ‘Medium’ zu tun?
Leif Weatherby erstellt den Zusammenhang zwischen Hoffmann, der Romantik und der Medien. Die Aufteilung von den Medien Grammofon, Film und Schreibmaschine, war eine Aufspaltung und Reproduktion der Sinne, die schriftlich festgehalten worden sind, um 1800. Friedrich Kittler bestimmt Hoffmann als Paradebeispiel für die Reflexivität von romantischer Erzählkunst, denn der Leser wird in die Narration hineingezogen. Dieses Phänomen ist ein Prinzip der Reflexivität, das die Mauer durchbricht auf solch einem lebhaften Level mittels des Einbeziehens und Reproduzierens eines visuellen Bildes. Das Schreiben steht in enger Verbindung mit dem Prinzip der Reflexivität. Das Prinzip der Reflexivität, auch bezeichnet als das Prinzip von Gedichten, wurde von anderen Gelehrten bei Hoffmann anerkannt. Hoffmann und Kittler schufen beide Poesie der romantischen Kunst. Diese Werke der beiden erschaffen das Reproduzieren und die Lebendigkeit. Darüber hinaus finden sich in der Literatur von Hoffmann und Kittler Eigenschaften der Ungewissheit bzw. ab welchem Zeitpunkt eine Rede endet und wann die Welt beginnt. Diese Besonderheit ist ein wichtiges Thema in der Romantik.
In der Literatur beschreibt Reflexivität die Fähigkeit eines Textes, seine eigene Herkunft, seinen Hintergrund und Intertextualität zu begreifen. Ein romantischer Text wäre sich demnach bewusst, dass er der Romantik zuzuordnen wäre und dadurch eine bestimmte Meinung oder Betrachtungsweise von Dingen hat. Der Leser ist sich bewusst, dass bei einer Figur mehr dahinter steckt, als ihr eigenes Wissen; er kann ihr Handeln in einen größeren Kontext einordnen als sie selbst.
Ich könnte mir vorstellen, dass Literatur/Poesie als Medium nichts konkret Definierbares ist. Beide Begriffe sind im ständigen Wandel und Reflexivität ist zwingend notwendig, um inner- und außerhalb eines Textes ein Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich weiterentwickeln zu können. Würden sich Texte nicht selbst analysieren würden wir immerzu in der gleiche Epoche feststecken.
Eventuell könnte man sagen, dass Reflexivität die Brücke zwischen dem Medium und der Philosophie ist, wodurch das Medium letztendlich Teil der Geschichte wird und darin eingeordnet werden kann.
Ich könnte mir vorstellen, dass Literatur/Poesie als Medium nichts konkret Definierbares ist. Beide Begriffe sind im ständigen Wandel und Reflexivität ist zwingend notwendig, um inner- und außerhalb eines Textes ein Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich weiterentwickeln zu können. Würden sich Texte nicht selbst analysieren würden wir immerzu in der gleiche Epoche feststecken.
Eventuell könnte man sagen, dass Reflexivität die Brücke zwischen dem Medium und der Philosophie ist, wodurch das Medium letztendlich Teil der Geschichte wird und darin eingeordnet werden kann.
Wie meine beiden Kommilitoninnen bereits schrieben, bedeutet (romantische) Reflexivität zum einen Intertextualität, also das Wissen um seine Herkunft und Beziehung zum anderen Texten, und zum anderen bewirkt sie eine gewisse „Lebhaftigkeit“ der Texte, welche von der Kommilitonin treffend mit dem metaphorischen Durchbrechen der „Mauer“, mittels ‚Eckphrasen‘, beschrieben wurde.
Leif Weatherby legte in seinem Vortrag ein besonderes Augenmerk auf die romantische Poesie als Ausdruck eben jener Reflexivität. Dem Medium der Poesie schreibt er, übereinstimmenden mit Kittler, eine Duplizität von Realität und Fiktion zu. Also Konsequenz dessen beobachtet Weatherby zum Beispiel eine Öffnung der romantischen Literatur und insbesondere der Poesie (Schlegel, Novalis, Hoffmann) hin zur Philosophie in Form der Rückweisung von Dogmatismus. Literatur und insbesondere die Poesie der Romantik als Medium sind nach Weatherby als eine Art Vermittlungsinstanz zu verstehen. Am Beispiel des goldenen Topfes von Hoffmann zeigt sich demnach eben diese Reflexivität durch das ‚ automatic writing‘.
Leif Weatherby legte in seinem Vortrag ein besonderes Augenmerk auf die romantische Poesie als Ausdruck eben jener Reflexivität. Dem Medium der Poesie schreibt er, übereinstimmenden mit Kittler, eine Duplizität von Realität und Fiktion zu. Also Konsequenz dessen beobachtet Weatherby zum Beispiel eine Öffnung der romantischen Literatur und insbesondere der Poesie (Schlegel, Novalis, Hoffmann) hin zur Philosophie in Form der Rückweisung von Dogmatismus. Literatur und insbesondere die Poesie der Romantik als Medium sind nach Weatherby als eine Art Vermittlungsinstanz zu verstehen. Am Beispiel des goldenen Topfes von Hoffmann zeigt sich demnach eben diese Reflexivität durch das ‚ automatic writing‘.