Phonologie und Morphologie sind gewissemaßen das Kerngeschäft von beschreibenden Grammatiken. Für Sprachen, die phonetisch-phonologisch komplex sind, und solche, die morphologisch sehr reichhaltig sind (z.B. viele verschiedene Konjugations- oder Deklinationsklassen unterscheiden, insgesamt viele grammatische Kategorien wie Verbalzeiten oder Nominalfälle) ist es nicht unüblich, dass beschreibende Grammatiken genau bei dieser Bandbreite stehenbleiben.
Die Syntax, also der Satzbau, ist allerdings auch ein grammatisch äußerst relevanter Themenbereich. Deswegen auch zu diesem ein paar Gedanken in der heutigen Sitzung.
Während es soweit in erster Linie um die Form, also den strukturellen Aufbau bzw. die Anordnung sprachlicher Zeichen ging, erreichen wir mit den Themen Semantik und Pragmatik nun die bedeutungsseitige Komponente von Sprache.