Abschnittsübersicht

  • So, was soll denn die Aussage in der Überschrift nun eigentlich wirklich bedeuten?? Ein weiteres Beispiel aus der Mottenkiste, gut gemeinter, aber letztlich unnützer Ratschläge, die das Leben nur vermeintlich leichter machen. Etwas stimmt mit diesem Satz nicht. Ich möchte hier Ihre Vorschläge hören, was hier eventuell los sein könnte. Einerseits ist offensichtlich, dass es Unsinn ist; andererseits hört man diesen Satz ja durchaus immer wieder mal. Wie kann das sein?

    Den Auftakt dieser Stunde macht ein Diktat. Es besteht aus genau zwei Wörtern.


    • Zu den witzigeren Kommentaren in einem Tweet gehörte zu diesem Bild der Hinweis, im Nachbarzimmer arbeiteten Herr Wennerfeldt und Frau Dann-Schreyta. Ein Diktum in der beschreibenden Sprachwissenschaft und der angewandten Linguistik, die sich der Entwicklung, Normierung und Standardisierung von Schriftsprachen widmet, lautet: Wenn Sie eine Orthographie entwickeln, verlassen Sie sich idealerweise auf eine phonematische Schreibung. Also: ein distinktiver Laut (=Phonem) soll einem schriftlichen Zeichen/Buchstaben (=Graphem) entsprechen. Als Prinzip scheint dies erstmal keine schlechte Idee. Wo sehen Sie eventuell aber Probleme? Gehen Sie mit möglichen Antworten vielleicht nochmal in die MindMap in dieser Themensektion.

    • Scheuen wir uns nicht, wikipedia zu befragen. (Hierzu übrigens im Unterricht noch einmal ein kurzes Metagespräch - was kann man akademisch mit wikipedia und ähnlichen frei verfügbaren wikis machen, und was nicht?!)


    • Philologie versus beschreibende Sprachwissenschaft. Da bestehen u.U. nicht immer ganz identische Vorstellungen dazu, ob Schrift oder gesprochene Sprache primär bzw. sekundär sind.

    • Die in diesem Glossar enthaltenen Termini sollten Ihnen rasch geläufig und intuitiv verständlich werden. Sie können dazu an den Erläuterungen im Glossar orientieren, aber ich würde Sie auch dringend ermutigen, in anderen Quellen alternative Definitionen und Erklärungen nachzuschlagen. Sollten Sie dabei auf etwas stoßen, dass Ihnen widersprüclich scheint, stellen Sie Ihre Fragen dazu zusammen. Wir werden Gelegenheit am Anfang der Sitzungen auf Ihre nach und nach entstehenden Fragen Antworten zu finden. Halten Sie Ihr Fragenrepertoire dafür bereit!

    • Dieser Kurs ist weder Transkriptionskurs noch Einführung in die Phonetik oder Emp. Sprachwissenschaft. Dennoch: Die Logik der Tabelle der in menschlicher Sprache vorkommenden Laute sollte Ihnen klar sein, damit Sie Aussprachesicherheit bei unbekannten Sprachen auf Grundlage der Angaben in Grammatiken erlangen können.